Botanische Wanderungen  

23.10.2022 Geiseckesee: Pflanzen
Von U.&D.Ackermann. Das milde Wetter veranlasst doch viele Pflanzen, nach der Hauptblütezeit noch einmal zu blühen. In der Kartoffelrosenhecke fanden wir allerdings nur zwei Blüten. Aber am Boden, am Wegrand blühten mehrere Pflanzen Mauer(?)-Doppelsame, der uns bisher nie auffiel, und in einem trockenen Kiesfilterbecken stand quadratmeterweise die Stengelumfassende Taubnessel.

Stengelumfassende und Weiße Taubnessel - Wegwarte, Wiesen-Flockenblume, Seifenkraut. Fotos AGON/Ackermann, 23.10.2022

17.09.2022 Bürenbruch: Späte Flora und Ambrosia
Von U.&D.Ackermann. Nun sind die meisten Blumen verblüht und tragen Samen, teils mit Flugapparaten. Das sind beim Wasserdost Haare, im Fruchtstand als Haarbüschel. Keine Windverbreitung mit Flughaaren braucht das Johanniskraut Die leichten Samen werden entweder von Tieren verbreitet oder durch den Wind verschleppt. Für die spät fliegenden Falter gibt es auch noch einige Wasserdost-Nachblüten. Überrascht waren wir, am Rand zwischen Weg und Wald auch eine durch Pollen stark Allergie auslösende Ambrosiapflanze anzutreffen. Allerdings schien es, dass die Fruchtstände schon halb abgefressen waren. Ambrosia ist eine eingewanderte Pflanze, ebenso wie das Schmalblättrige Greiskraut.

Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens) - fruchtender und noch blühender Wasserdost (Eupatorium cannabinum), Johanniskraut-Fruchtstand (Hypericum perforatum). Fotos AGON/Ackermann, 17.09.2022

01.09.2022 Ergste und Bürenbruch: Beobachtung
Von D.Ackermann. Mutter und Tochter oder Vater und Sohn? Bei Stieglitzen lässt sich das leider nach einem Foto nicht sagen. Aber der obere ist ein erwachsener Vogel, der untere ein Jungvogel aus diesem Jahr. Die Kopfzeichnung des erwachsenen Vogels fehlt noch. Die beiden blickten so schön in eine Richtung, dass ich sie hier mit untergebracht habe. Obwohl es hier doch eher um Pflanzen geht.

Stieglitze, Sonnenblume (vom Feldrand), Einjähriges Berufkraut, Land-Reitgras, Weißer Steinklee, Wilde Karde. Fotos AGON/Ackermann, 01.09.2022

24.08.2022 Ergste: Schlafapfel und Goldrute
Von D.Ackermann. An einem über den Weg hängenden Trieb der Hundsrose saßen gleich zwei sog. Schlafäpfel. Diese Gallen werden von der Rosengallwespe durch Anstechen des Zweiges hervorgerufen, sind verholzt und haben mehrere Kammern für die Larven der Gallwespe. Den Namen haben Sie vom früheren Glauben, dass Schlafäpfel, unters Kopfkissen gelegt, den Schlaf fördern sollen. Blüten waren an der Hundsrose auch nicht mehr zu finden - aber zwei Einwanderer, die Große und die Kanadische Goldrute stehen trotz der Trockenheit noch in voller Blüte. Insekten haben es aber schwer, überhaupt noch Nahrung zu finden, denn die Goldruten sind auch nicht nach jedermanns Geschmack. Zum Glück gibt es doch immer wieder, wenn auch nicht häufig, Nachblüten anderer Pflanzen, die Insekten mehr zusagen.

Galläpfel der Rose "Schlafäpfel", Schmalblättriges Weidenröschen und Kanadische Goldrute. Fotos AGON/Ackermann, 24.08.2022

17-18.08.2022 Ergste - Bürenbruch und Kellerkopf: Pflanzen am Wegrand
Von D.Ackermann. Er war eine Neuentdeckung für mich, der Buchweizen. Offenbar hatte ein Landwirt diesen Knöterich versuchsweise am Feldrand ausgesät. Trotz der Trockenheit und der fortgeschrittenen Jahreszeit waren am Rand des Bürenbrucher Weges und abwärts zum Wannebachtal doch noch einige interessante Pflanzen zu entdecken. Auch heute am oberen Kellerbach blühten Blutweiderich und Mädesüß als ob keine Trockenheit herrschte. Es war auch tatsächlich noch etwas Wasser im Bach. Dagegen war es im Wald am Kellenkopf sehr trocken. Immer wieder ist hier oben erstaunlich, wie Bäume den Unbilden der Witterung trotzen, obwohl Regen und Wind ihre Wurzeln frei gespült und geblasen haben.

Buchweizen, Beifuß, Wiesenlabkraut - Frauenflachs, Große Goldrute, Wannebachteich von Wasserlinsen bedeckt - Mädesüß, Blutweiderich und Buche am Kellerkopf. Fotos AGON/Ackermann, 17. und 18.08.2022

16.08.2022 Dellwig: Botanische Entdeckungen an Bahngleisen
Von M.Kunsemüller. Heute Morgen habe ich spontan am Bahnübergang in Dellwig genauer hingeschaut und einige Überraschungen erlebt. Dort stehen Luzerne, eine verblühte Golddistel, ein besonders seltenes Berg-Bohnenkraut, eine Königskerze und einige Pflanzen, die wir auf unserer Exkursion am Bahnhof in Schwerte gesehen haben. Das Schmalblättrige Greiskraut und das Jokobs-Kreuzkraut (ebenfalls ein Greiskraut) wachsen direkt nebeneinander. Auf diesen Nahaufnahmen kann man sehr gut die unterschiedlichen Blütenköpfe erkennen.

Golddistel, Jakobs-Greiskraut, Königskerze - Luzerne, Schmalbl. Greiskraut, Berg-Bohnenkraut. Fotos AGON/Kunsemüller, 16.08.2022

14.08.2022 Ergste: Wasserschlauch
Von U.&D.Ackermann. Vor gut 30 Jahren brachten wir vom Großen Hl. Meer im Tecklenburger Land ein abgerissenes Stückchen einer Wasserschlauchpflanze mit. Seitdem haben wir sie als Schwimmpflanzen im Gartenteich. Es ist eine sog. fleischfressende Pflanze die, falls sie nicht genug Nährstoffe erhält, sich aus gefangenen Wasserflöhen ernähren kann. Zu diesem Zweck hat sie viele kleine Fangblasen, die in unserem Teich aber immer leer sind. Sollten Wasserflöhe hineinkommen, würden sich gleich die Libellenlarven darauf stürzen. Wie viele Wasserpflanzen schiebt auch der Wasserschlauch die Blüten über die Wasseroberfläche.

Wasserschlauch: Blüten und Unterwasserpflanze mit Fangblasen. Fotos AGON/Ackermann 14.08.2022 und Archiv.

09.08.2022 Schwerte: Botanik-Exkursion am Bahnhof
Von M.Kunsemüller, U.&D. Ackermann. Güterbahnhöfe sind dafür bekannt, dass die Züge hin und wieder ortsfremde Samen einschleppen. So wunderte es uns nicht, dass wir hier auch das Schmalblättrige Greiskraut antrafen - allerdings auch nicht häufiger als an anderen Stellen. Bahnhöfe sind aber auch bekannt für wilde Ecken, Schutt, Schotter und ihre Ruderalflora. 2017 haben wir hier bereits mit Gerd Kochs kartiert, und eine Reihe von Pflanzen haben wir wiedergefunden - allerdings jetzt bei größerer Trockenheit. Hier die Liste der beobachteten Pflanzen:

Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)

Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)

Blauer Natternkopf (Echium vulgare)

Brombeere spec.

Echte Goldrute (Solidago virgaurea)

Einjähriges Berufkraut (Erigeron annus)

Frauenflachs (Linaria vulgaris)

Gelbe Resede (Reseda lutea)

Gem. Beifuß (Artemisia vulgaris)

Gem. Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.)

Gem. Waldrebe (Clematis vitalba)

Geruchlose Kamille (Tripleurospermum inodorum)

Große Brennessel (Urtica dioica)

Hängebirke (Betula pendula)

Hunds-Rose (Rosa canina)

Kahles Bruchkraut (Herniaria glabra)

Kanadisches Berufkraut (Conyza canadensis)

Kleinblütige Sommernachtkerze (Oenothera parviflora)

Kompass-Lattich (Lactuca seriola)

Kresse spec.

Mauerlattich (Mycelis muralis)

Pastinak (Pastinaca sativa)

Platterbse spec.

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)

Ruprecht-Storchschnabel (Geranium robertianum)

Sal-Weide (Salix caprea)

Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)

Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)

Sommerflieder (Buddleja davidii)

Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)

Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolia)

Tomate

Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Vogel-Knöterich (Polyganum aviculare)

Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

Weg-Malve (Malva neglecta)

Weißer Steinklee (Melilotus albus)

Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium)

Wiesen-Klee (Trifolium pratensis)

Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)

Wiesen-Schafgarbe (Achillaea millefolia)

Wilde Möhre (Daucus carota)

 
Schwalbenschwanz-Raupe auf Pastinak, Wiesen-Labkraut, Weißer Steinklee - Bittersüßer Nachtschatten, Schwarzer Nachtschatten, Frauenflachs. Fotos AGON/Ackermann 09.08.2022 und Archiv

07.08.2022 Pflanzen am Geiseckesee
Von U.&D.Ackermann. Der Fahrweg am Geiseckesee entlang ist immer wieder für botanische Überraschungen gut. Das mag damit zusammenhängen, dass Kalkschotter beim Wegebau benutzt wurde. So konnten sich einige Pflanzen ansiedeln, die wir sonst in unserer eher kalkarmen Umgebung nicht finden.

Hornklee (Lotus corniculatus), Zaunwinde (Calystegia sepium), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) - Nesselseide (Cuscuta europaea), Kanadisches Berufkraut (Conyza canadensis), Wegwarte (Cichorium intybus) - Moschus-Malve (Malva moschata), Ochsenauge auf Wiesen-Flockenblume, Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum). Fotos AGON/Ackermann, 07.08.2022

04.08.2022 Westhofen: Wald Wittenkamp
Von D. Ackermann. Der Hinweg zur Röllingwiese war in botanischer Hinsicht noch recht ergiebig. Zwar sind nach der Trockenperiode viele Pflanzen vertrocknet, aber andere blühen noch oder haben Früchte.

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) gegenüber dem Anglerheim, Kleinblütiges Weidenröschen (Epilobium parviflorum), Behaartes Franzosenkraut (Galinsoga ciliata) - Aronstab-Fruchtstand (Arum maculatum), Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) - Kohldistel Cirsium oleratium) und Gänsedistel (Sonchus oleratius). Fotos AGON/Ackermann, 04.08.2022

30.07.2022 Bürenbruch: Wildpflanzen
Von U.&D.Ackermann. An manchen Planzen geht man oft achtlos vorbei, dabei hätten sie durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. So war uns bisher weder das Behaarte Johanniskraut mit seinem behaarten Stängel noch die Geruchlose Kamille mit weißen Zungen- neben den gelben Röhrenblüten und mit fast haarfeinen Blattzipfeln im Wald aufgefallen. Und an manchen Wegrändern steht sehr schön der Rainfarn, der kein Farn, sondern ein Korbblütler ist mit ausschließlich Röhrenblüten in den Blütenkörbchen. Den Namen hat er wohl von den farnähnlichen Blättern.

Geruchlose Kamille (Zungen- und Röhrenblüten), Rainfarn (nur Röhrenblüten), Behaartes Johanniskraut. Fotos AGON/Ackermann, 30.07.2022

26.07.2022 Opherdicke: Botanischer Spaziergang von Opherdicke nach Billmerich
Führung: M. Kunsemüller. Unser Weg führte uns über den Haarstrang von Holzwicke-Opherdicke nach Unna-Billmerich. Er ist gesäumt mit einheimischen Sträuchern, die jetzt schon Früchte tragen, führt durch ein Wäldchen in einer ehemaligen Mergelgrube und an einer Reihe alter Apfelbäume entlang. Ziel war die Billmericher Trafostation „Am Rosengarten“. Das ehemalige Brachgelände wurde in den 90er Jahren vom Landschaftswächter Andreas Förster aus Billmerich in ein Refugium für Wildpflanzen, die früher in der Region häufig zu finden waren, umgewandelt und auch heute noch betreut. Liste der Pflanzen in der Reihenfolge der Beobachtung:
Gemeines Hexenkraut, Wiesen-Bärenklau, Melde, Schafgarbe, Ampfer-Knöterich, Franzosenkraut, Echte Kamille, Wilde Möhre, Schlehe, Hundsrose, Stieleiche, Weißdorn, Rote Heckenkirsche, Haselnuss, Hartriegel, Pfaffenhütchen, Wolliger Schneeball, Wald-Ziest, Hain-Gilbweiderich, Vogel-Knöterich, Wiesen-Storchschnabel, Geruchlose Kamille, Ackerwinde, Vogel-Wicke, Breitwegerich, Eberesche, Große Klette, Stumpblättriger Ampfer, Gelber Steinklee, Einjähriges Berufkraut, Klatsch-Mohn, Acker-Kratzdistel, Kompaß-Lattich, Gänsedistel, Aronstab, Huflattich, Stadt-Nelkenwurz, Gundermann, Acker-Glockenblume, Feldahorn, Kleinblütiges Weidenröschen, Wilde Karde, Oregano, Wiesen-Flockenblume, Skabiose, Gem. Odermennig, Margerite, Erdnuss-Platterbse, Jakobs-Kreuzkraut, Echtes Labkraut, Dorniger Hauhechel, Weiße Lichtnelke, Hornklee, Weißer Steinklee, Getüpfeltes Johanniskraut, Wolliger Schneeball.

Botanische Exkursion, Echte Kamlille, Einjähriges Berufkraut, Große Klette, Vogel-Wicke, Oregano.
Fotos AGON/M.Kunsemüller, D.Ackermann, 26.07.2022

15.07.2022 Ruhrtal bei Geisecke: Brunnenkresse
U.&D.Ackermann. Stellenwiese war gar keine Bewegung im Graben erkennbar, so dicht lagen die Kleinen Wasserlinsen auf der Oberfläche. Interessant fanden wir das reiche Vorkommen von Brunnenkresse im Graben und den Kleinen Storchschnabel am Wegrand.

Kleine Wasserlinsen Lemna minor) und Brunnenkresse (Nasturtium officinale) auf dem Graben, Gebänderte Prachtlibelle auf Brunnenkresse und Kleiner Storchschnabel (Geranium pusillum) am Wegrand. Fotos AGON/Ackermann, 15.07.2022

02.07.2022 Schälker Heide: Tausendgüldenkraut
Von D. Ackermann. Beim Abstieg vom Höhenweg überraschte mich das schönste und größte Vorkommen von Tausendgüldenkraut in unserer Umgebung. Gleich nebenan saugte ein Braundickkopf an einer Kratzdistelblüte und ein Tagpfauenauge landete im Graben, in dem es mindestens noch feuchte Erde gab. Das behaarte Hexenkraut blüht nun überall - aber man sollte es nicht mit der kleineren und kahlen Schattenblume verwechseln. Hin und wieder kam auch ein schöner Bestand von Baldrian, und beim Ruprechtskraut gibt es schon rote Blätter.

Baldrian (Valeriana procurrens), Hexenkraut (Circaea lutetiana) und zum Vergleich Schattenblume (Maianthemum bifolium, Archiv) - Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea), Ruprechtskraut (Geranium robertianum). Fotos AGON/Ackermann 02.07.2022

30.06.2022 Ergste: Flora im Spiek
Von D.Ackermann. Eigentlich wollte ich häufige Blumen am Wegrand zeigen, aber gleich das erste Bild, ein Tausendgüldenkraut, findet man hier gar nicht häufig. Alle anderen sieht man immer wieder mal am Rand der Waldwege - und staunt über deren Schönheit.

Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea), Berg-Weidenröschen (Epilobium montanum), Raues Weidenröschen (Epilobium hirsutum) - Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), Kleine Braunelle (Prunella vulgaris), Filzige Klette (Arctium tomentosum). Fotos AGON/Ackermann, 30.06.2022

26.06.2022 Ergste: Blumen am Wegrand
U.&D.Ackermann. Bei unserem Spaziergang durch den Sembergwald fielen uns einige Pflanzen auf, die nun blühen. Das Raue Weidenröschen reckt sich nach dem Licht und ist über einen Meter hoch. Häufig sieht man nun gelbe Blüten von ca. 2 cm Größe an reich verzweigten Stängeln von gut 30 cm Höhe. Die Blätter erinnern an Löwenzahn-Blätter, sind allerdings schlanker und die Stängelblätter umfassen den Stängel wie eine Zange (kleines Bild im mittleren Foto). Es ist der bei uns recht häufige Kleinblütige oder Grüne Pippau. Zarter als der bekannte Kerbel ist der Kälberkropf, der nicht nur den merkwürdigen Namen sondern auch unten violette Stängel hat.

Raues Weidenröschen (Epilobium hirsutum), Kleinblütiger Pippau (Crepis cappilaris) und Taumel-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum). Fotos AGON/Ackermann, 23.06.2022

22.06.2022 Schälk: Fundstücke
Von D.Ackermann. Bei der Greifvogelhorstkontrolle sind oft etwas weitere Fußwege zurückzulegen. Meist sind die Fundstücke auf und an diesen Wegen interessanter als die meist leeren Horste. Der Rainkohl (Lapsana communis) stand neben vielen Brennnesseln am Wegrand. Aber etwas versteckt war auch der Heil-Ziest (Betonica officinalis) zu entdecken. Passanten mit Hunden meinten zwar laut und abschätzig, ich fotografiere Brennnesseln. Ich ließ sie in dem Glauben. Über Glaubensfragen soll man nicht diskutieren.
An einer etwas helleren Stelle im Wald gab es einige weiße Hainsimsen (Luzula luzuloides) zu entdecken. Zum Glück traf ein Sonnenstrahl gerade auf einen den Blütenstände. Gefreut habe ich mich über ein kleines Vorkommen von Schönem Johanniskraut (Hypericum pulchrum) in der Nähe des Viermarkenbaums. Heilziest und das Schöne Johanniskraut mit den unterseits teilweise roten Blütenblättern stehen bei uns fast an der nordwestlichen Verbreitungsgrenze.
Die Schmetterlinge setzten sich auf einen trockenen, sonnigen Wegabschnitt. Sie wollten wohl noch Wärme tanken, waren aber dabei sehr unruhig. Mineralien nehmen sie gern auf feuchten Wegen auf.

Rainkohl (Lapsana cummunis), Heilziest (Betonica officinalis), Schönes Johanniskraut (Hypericum pulchrum) - Landkärtchen (Sommergeneration), startender C-Falter und Weiße Hainsimse (Luzula luzuloides). Fotos AGON/Ackermann, 22.06.2022

16.06.2022 Bürenbruch: Flora am Weg
Von U.&D.Ackermann. Oft wird über die Fichten-Kahlschläge geklagt. Von den Waldbesitzern auch zu Recht, denn das geht schon erheblich ins Geld. Für uns aber ist es angenehmer, einfach mal in die Weite der Landschaft zu sehen und auch auf die Flora am Weg zu achten. Erstaunlich ist immer wieder wie lange die Samen der Kahlschag typischen Pflanzen wie Fingerhut und Weidenröschen im Boden keimfähig bleiben. Selbst der Trauben-Holunder ist schnell wieder dabei. Das Licht ist dafür entscheidend. Als die Hohen Fichten kaum Licht auf den Boden des Weges ließen, konnte man Tausendgüldenkraut, Baldrian und Johanniskraut vergeblich suchen. Letzteres ist übrigens das Echte Johanniskraut, dessen Blätter im Gegenlicht kleine weiße Punkte wie Nadelstiche zeigen . Daher stammt auch der botanischen Artname "perforatum". Es sind aber tatsächlich winzige Öldrüsen im Blatt, die durchsichtig sind. Interessant fanden wir, dass die Ahorne offenbar stark von Gallmücken befallene Blätter einfach abwerfen. Das macht die Rotbuche nicht. Die letzten Bilder sind Balsaminengewächse, das Große und das Kleinblütige Springkraut, die auch an dunkleren Waldwegen stehen.

Tausendgüldenkraut (Centaurium minus), Ausläufertreibender Arznei-Baldrian (Valeriana procurrens), Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) - Fingerhut (Digitalis purpurea), Schmalblättriges Weidenröschen (Chamaenerion angustifolium), Ahornblatt mit Gallen - Großes (Impatiens noli-tangere) und Kleinblütiges Springkraut (I. parviflora). Fotos AGON/Ackermann, 16.06.2022

05.06.2022 Bürenbruch: Botanischer Pfingstspaziergang
Von U.&D.Ackermann. Kurz nach Betreten des Waldweges stockte schon der Schritt. Eine solche Menge an Vogelnestwurz hatten wir noch nicht an einem Punkt gesehen. Mindestens 23 Stängel haben wir gezählt. Die Blüten sind leider schon verwelkt, was manche Leute schon während der Vollblüte meinen, weil die Blüten gelb wie die ganze Pflanze sind. Neottia nidus-avis, also die Vogelnestwurz, ist eine Orchidee ohne grüne Blätter. Ihre Nährstoffe bezieht sie in Symbiose mit einem Pilz aus dem Waldboden.
Und ein Stück weiter kommt bereits die Breitblättrige Sumpfwurz (Epipactis helleborine), unsere häufigste Orchidee, aus dem Boden. Blühen wird sie allerdings erst im Juli.
Beim Wachtelweizen sind die Unterschiede zwischen Wiesen- und Wald-Wachtelweizen so unscharf, dass für uns Laien eine Unterscheidung nicht lohnt. Also einfach Wachtelweizen (Melampyrum spec.). Aber die Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa) kann schon für Verunsicherung sorgen: Sie hat einen vierkantigen Stängel und zumindest unten gegenständige Blätter - genau wie die Lippenblütler. Sie gehört allerdings zu den Rachenblütlern wie die Wachtelweizenarten.

Oben zwei Orchideen: Vogelnestwurz und Breitblättrige Sumpfwurz - Unten zwei Rachenblütler: Wachtelweizen und Knotige Braunwurz. Fotos AGON/Ackermann, 05.06.2022

30.05.2022 Ergste: Flora am Semberg
Von D. Ackermann. Zwar waren bei der Greifvogelkontrolle nur Misserfolge zu beklagen - aber die schöne Flora am Weg zum Friedhof versöhnte rasch wieder. Der große Kahlschlag hatte sich mit Fingerhut geschmückt, die jetzt noch frischen Gräser bezaubern immer wieder durch ihre Formenvielfalt. Am Wegrand blüht der Waldziest und in einer Hecke unter anderem die Weinrose.

Blaugrüne Segge (Carex flacca), Fingerhut (Digitalis purpurea), Knäuelgras (Dactylis glomerata) - Inkarnat-Klee (Trifolium incarnatum), Wald-Ziest (Stachys sivatica), Wein-Rose (Rosa rubiginosa).
Fotos AGON/Ackermann, 30.05.2022

08.05.2022 Nachlese Nordholland: Botanik
Von U.&D.Ackermann. Wir waren eine Woche in Nordholland und eine kleine Bildernachlese sollte hier nicht fehlen. Nachdem wir ein paar Jahre nicht dort waren, fielen uns einige Pflanzen auf, die aus Nordamerika und NO-Asien stammen und mindestens in Nordholland wohl in Ausbreitung begriffen sind. Das sind die Durchwachsene Claytonie oder Tellerkraut (Claytonia perfoliata) und die 'Sibirische Claytonie' (Claytonia sibirica), die noch keinen deutschen Namen hat. Erstere wurde auch gern als "Kubaspinat" in der Küche verwendet. Letztere wird ähnliche Eigenschaften haben, und damit ist wahrscheinlich auch die Verbreitung mit Gartenabfällen zu erklären.
Den Doldentraubigen Milchstern (Ornithogalum umbellatum) kannten wir aus Südtirol, in Nordholland besiedelt er trockene Wegränder, Rasen und Unkrautfluren. An den Hängen von bewachsenen Sanddünen leuchten die Blüten der Dünenröschen (Rosa spinosissima), die dicht am Boden bleiben. Die letzten beiden Pflanzen Stechginster (Ulex europaeus) und Breitblättriges Knabenkraut (Orchis latifolia = Dactylorrhiza majalis) stammen aus einem Schutzgebiet.

Durchwachsene und 'Sibirische' Claytonie, Doldentraubiger Milchstern - Dünenröschen, Stechginster und Breitblättriges Knabenkraut. Fotos AGON/Ackermann, 05.2022

8.04.2022 Ergste: Die Pflanzenwelt erwacht
Von D.&U. Ackermann. Fast innerhalb eines Tages sieht nun alles grün aus. Vor allem das nun ausgetriebene Laub der Bäume lässt nun alles frühlingshaft erscheinen. Oben am Semberg scheint einer der Bewohner Gartenabfälle am Waldrand zu entsorgen. Wo sollte sonst die Mahonie (Mahonia aquifolium) herkommen. Heimisch ist sie in Nordamerika, wird aber gern als Zierpflanze in Parks und Gärten gepflanzt. Sie kann aber auch einerseits ein lästiges Gartenunkraut sein, andererseits lassen sich die Beeren mit Alkohol zu einem Kräuterschnaps ansetzen - aber nur für den der's mag.
Vielleicht ist auch der Besenginster (Cytisus scoparius) mit Gartenabfällen hierher gekommen. Aber als heimische Pflanze hat er hier am Waldrand durchaus seinen Platz. Höchstens als Nutznießer der Gartenerde kann die Waldsegge (Carex sylvatica) gelten. Sie hat gern guten Boden und kommt bei uns auch an anderen Stellen vor. Alle Seggen haben einen dreikantigen Stängel und getrennte männliche und weibliche Blüten. Hier sind sie sogar auf zwei verschiedene Ähren verteilt. Die hellen, männlichen ganz oben fallen besonders auf.
Erstaunlich sind die zwei Blütenfarben beim Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Zwar wechseln die anfangs rötlichen Blüten später ihre Farbe nach hellblau. Aber hier hatte eine ganze Pflanze rosa Blüten - also offenbar jung geblieben. Der Persische Ehrenpreis (Veronica persica) ist schon Anfang des 19. Jahrhunderts aus Vorderasien hier eingewandert und erwies sich als so erfolgreich, dass er heute die häufigste Ehrenpreisart bei uns ist. Und immer wieder begeistern die leuchtend weißen Blüten der Großen Sternmiere (Stellaria=Rabelera holostea).

Mahonie, Wald-Segge, Besenginster - blaues und rosa Sumpf-Vergissmeinnicht, Persischer Ehrenpreis, Große Sternmiere. Fotos AGON/Ackermann, 28.04.5022

25.04.2022 Is.-Drüpplingsen: Weißblühende Sträucher im Ruhrtal
Von M.Kunsemüller. Jetzt blüht er nun endlich - der Weißdorn, der vor der Blüte die Blätter austreibt und einen unverwechselbaren Geruch verströmt. Außerdem konnte ich in den vergangenen Tagen die Gemeine Felsenbirne und die Kupfer-Felsenbirne beobachten und vergleichen. Diese beiden haben leider heute durch den Regen die Blütenblätter größtenteils verloren.

Weißdorn, Gemeine Felsenbirne, Kupfer-Felsenbirne. Fotos AGON/Kunsemüller, 13.-24.04.2022

24.04.2022 Ergste: Pflanzen im Wannebachtal
Von D.Ackermann. Auf den Wiesen erscheint jetzt wieder das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) mit seinen weißen bis hell-lilafarbenen Blüten. Dagegen breitet sich das Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium) an einigen Stellen der Böschungen zwischen Weg und Graben aus. Als feuchtigkeitsliebende Pflanze ist es nur an zusagenden Stellen zu finden, wie auch das Widertonmoos (Polytrichum commune). Die Pflänzchen warten bestimmt auf Regen, damit es mit der Vermehrung klappt. Die gelben Löwenzahnblüten (Taraxacum officinale agg.)in den Wiesen sind Nährstoffanzeiger und weisen auf Düngung hin. Manchmal muss man sich erst einen Schuh wieder zubinden, um die kleinen Wolligen Storchschnäbel (Geranium molle) am Straßenrand überhaupt zu entdecken.

Wiesen-Schaumkraut, Wannebachtal, Milzkraut - Gemeines Widertonmoos: Sporenkapseln und neue "Blattknospen", Besenginster, Bauernwiese mit Löwenzahn, Wolliger Storchschnabel, Apfelblüten.
Fotos AGON/Ackermann, 24.04.2022

18.04.2022 Bürenbruch: Osterspaziergang
Von U.,B.&D.Ackermann. Es war ein richtiger Osterspaziergang - nur der Osterhase fehlte. Die kleinen Gundermänner mit ihren blauen Blüten breiten sich aus. Im Wald waren heute auch viele Hundsveilchen mit ihrem weißen Sporn zu entdecken, die Traubenholunder stehen in Blüte und vom Huflattich leuchten die weißen Samenstände in der Sonne. Besonders schön blühen zurzeit die Vogelkirschen. Noch schöner ist es allerdings, wenn ein Tagpfauenauge die vielen Nektarquellen entdeckt.

Frisches Buchenlaub, Traubenholunder, Vogelkirsche - Gundermann, Hundsveilchen, Huflattich.
Fotos AGON/Ackermann, 18.04.2022

13.04.2022 Bürenbruch: Traubenkirsche und Goldnessel
Von U.&D.Ackermann. Zwei interessante Beobachtungen konnten wir am Rand des Wanderparkplatzes Bürenbruch machen: die Traubenkirsche blüht und auch die Goldnessel. Letztere ist zwar auch eine Taubnessel, hat aber im Gegensatz zu ihren rotblühenden Vettern der Gattung Lamium eine dreigeteilte Blüten-Unterlippe.

Traubenkirsche (Prunus padus) und Goldnessel (Lamiastrum galeobdolon), Fotos AGON/Ackermann

10.04.2022 Wandhofen: Trotz Kälte - es blüht
Von D.Ackermann. Tatsächlich, das Blühen geht weiter trotz des unangenehm kalten Windes. Am westlichen Ende der gelben Fußgängerbrücke standen an der besonnten Böschung schon blühende große Sternmieren (Stellaria holostea). Dort fielen auch zwei blühende Bäume auf: Spitzahorn (Acer platanoides) und Vogelkirsche (Prunus avium). Im Wasserwerksgelände werden die Wiesen zwar oft gemäht aber sie sind offenbar recht mager. So finden sich neben Feld-Hainsimse (Luzula campestris), Frühlings-Hungerblümchen (Erophila verna) auch schon Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis).

Große Sternmiere, Spitz-Ahorn, Vogel-Kirsche - Feld-Hainsimse, Wiesen-Schaumkraut, Frühlings-Hungerblümchen. Fotos AGON/Ackermann, 10.04.2022

30.03.2022 Villigst/Ergste: Beobachtung
Von D.Ackermann. Der Frühling macht Fortschritte: Auf der Höfenwiese blühen die leider geruchlosen Hohen Primeln, im Elsebachtal Lungenkraut, das seit dem Mittelalter gegen Husten verwendet wurde und Gefingerter Lerchensporn mit seinen gefingerten Blättern an der Böschung des Beckhauswegs.

Hohe Primel, Lungenkraut und Gefingerter Lerchensporn. Fotos AGON/Ackermann, 30.03.2022

27.03.2022 Is. Drüpplingsen: Rosengewächse
Von M.Kunsemüller. Im Augenblick entwickelt sich die Pflanzenwelt rasant und es gibt täglich Neues zu bestaunen. Am Wochenende hatten es mir die weißblütigen Rosengewächse angetan. Die Blüten sind schwer zu unterscheiden, aber der Geruch verrät eindeutig, um was es sich handelt. Hier sind Pflaume, Schlehe und Weißdorn(?)*.

Drei Rosengewächse: Pflaume, Schlehe und Weißdorn(?)*. Fotos AGON/Kunsemüller, 26.03.2022
*wird noch geprüft

27.03.2022 Ergste: Kleine Schönheiten im Garten
Von U.&D. Ackermann. Auch beim schläfrigen Sitzen unterm Sonnenschirm auf der Terrasse springen einem schöne Motive ins Auge. Da war die so gut im Licht stehende Tulpe vor einem Topf und das links davon unter der Birke stehende Lungenkraut mit seinen neuen roten und älteren blauen Blüten. Der Farbwechsel geschieht wie beim aus der Schule bekannten Lackmuspapier durch eine chemische Reaktion, hier im Säure/Base-Gleichgewicht des Zellsaftes. Insekten die es lernen, dass in roten Blüten mehr zu holen ist als in blauen, können ihren Vorteil ausspielen. Und schließlich hat unsere Schachblume nun die erste geöffnete Blüte.

Lungenkraut, Schachblume und Tulpe. Fotos AGON/Ackermann, 27.03.2022

27.03.2022 Bürenbruch: Gundermann
Von U.&D.Ackermann. Beim Vormittagsspaziergang durch den Bürenbrucher Wald stockte gleich im Anfang der Fuß. Ein sehr schöner etwa zwei Quadratmeter großer Teppich von Immergrün leuchtete mit blauen Blüten. Nun ist das zwar eine schon im Mittelalter aus Klostergärten ausgebüxte Pflanze, und auch diese Pflanzen haben sicher den Weg aus umliegenden Gärten hierher gefunden, aber gerade in dieser Zeit erfreuen sie das Auge. Überrascht waren wir allerdings über das frühe Erscheinen der vielen kleinen Gundermann-Pflänzchen am Rand der großen Lichtung. In einem Mischbestand fiel eine noch junge Rotbuche auf, die schon voll in hellgrünem Laub stand. Für Jungbuchen ist das die einzige Chance, früh im Jahr einen Wachstumsschub zu machen. Wenn sich später das Kronendach darüber wölbt, kommt nur noch wenig Licht nach unten, für die kleine Rotbuche zu wenig, um zu wachsen.

Immergrün, Gundermann, Rotbuche. Fotos AGO/Ackermann, 27.03.2022

24.03.2022 Schwerte: Frühling am Gehrenbachsee
Von Cl. Weigel. Einige Frühlingsimpressionen von heute Nachmittag vom Gehrenbachstausee.

Schlehe, Knoblauchsrauke und blühender Baum. Fotos AGON/Weigel, 24.03.2022

22.03.2022 Is.-Drüpplingsen: Frühblüher am Ruhrufer
Von M. Kunsemüller. Heute morgen war meine Überraschung groß, als ich am Ruhrufer in Drüpplingsen das Moschuskraut schon blühend vorfand - in friedlicher Koexistenz mit Efeublättriger Ehrenpreis. Nebenan schlief das Buschwindröschen noch und es öffnete erst mit der Wärme des Tages seine Blüten.

Moschuskraut, Efeublättriger Ehrenpreis und Buschwindröschen. Fotos AGON/Kunsemüller 22.03.2022

11.03.2022 Bürenbruch: Scharbockskraut und Huflattich blühen
Der Frühling nimmt jetzt Fahrt auf. Am Rand der Wege durch ehemaligen Fichtenwald, die jetzt besonnt sind, zeigen sich Scharbockskraut, Huflattich und auch Veilchen. Gerade auf die Letzteren setzte sich ein Kleiner Fuchs, den wir wie auch Zitronenfalter bereits mehrfach gesehen haben.

Scharbockskraut, Veilchen mit Kleinem Fuchs und Huflattich. Fotos AGON/Ackermann, 11.03.2022

08.03.2022 Fröndenberg: Grüne Nieswurz
Von M. Kunsemüller. Vor ein paar Tagen (24.2.) habe ich ein Vorkommen der Grünen Nieswurz (Helleborus viridis) besucht. Sie standen ganz frisch in Blüte, einige knospend und einige sprießend. Leider wird der Bestand immer kleiner. Die Grüne Nieswurz ist eine Verwandte der Christrose (Helleborus niger).

Grüne Nieswurz. Foto AGON/Kunsemüller, 24.02.2022

26.02.2022 Geiseckesee: Es wird Frühling
Von U.&D.Ackermann. Auch im Wasserwerk wird es Frühling - nicht nur mit viel Wasser in der Ruhr und Gänseblümchen in der Wiese. Am Ufer des Geiseckesee blühen Geschlängeltes Schaumkraut, Persischer Ehrenpreis, und der Hartriegelstrauch zeigt seine gelbroten Zweige.

Wehr Hengsen, Hartriegel, Kartoffelrose - Gänseblümchen, Geschlängeltes Schaumkraut und Persischer Ehrenpreis. Fotos AGON/Ackermann, 26.02.2022

05.02.2022 Westhofen: Arbeit im NSG Ebberg
Von U.&D.Ackermann. Traditionsgemäß trafen sich heute Mitarbeiter der Biologischen Station Unna|Dortmund und der AGON zu gemeinsamer Arbeit im Naturschutzgebiet Ebberg. Es ging vor allem darum, unerwünschte Vegetation zurück zu drängen, um den vielfältigen Lebensraum im ehemaligen Steinbruch zu erhalten. Ebenso wurde für das leibliche Wohl im überreichen Maße gesorgt.
Nebenbei gelangen wieder einige interessante Beobachtungen, von schon sprossenden Orchideen über zwei Formen der arten- und formenreichen Gattung Cladonia, Rentierflechte, bis zu Pilzen der Art Goldgelber Zitterling.

Arbeit und Pause im NSG Ebberg - Orchideen wachsen schon, Goldgelber Zitterling - 2 Formen der Rentierflechte und Becherflechte. Fotos AGON/Ackermann, 05.02.2022

29.01.2022 Ergste: Vorfrühling im Garten?
Von U.&D.Ackermann. Da waren wir doch überrascht als wir heute Morgen die Spitzen der Krokusse schon sahen. Dabei haben wir noch Januar. Die Nelken haben Blüten und die Schneeglöckchen scheinen nur auf etwas Sonne zu warten, um die Blüten zu öffnen. Die Schwarzen Johannisbeeren haben dicke Knospen und Frühlingsblumen drängen aus der Erde. Dabei ist es heute windig und feucht, allerdings bei immerhin fast 5°C, und den Aussichten nach soll es ähnlich "warm" bleiben.

Schneeglöckchen, Krokus und Nelke. Fotos AGON/Ackermann, 29.01.2022

12.01.2022 Ergste Haselblüten
Von U.&D.Ackermann. Aus der Zeitung wussten wir, dass nun auch Haselpollen fliegen. Am Parkplatz des Sportplatzes fanden wir nicht nur die gelben männlichen Kätzchen sondern auch die unscheinbaren, kleinen weiblichen Blüten mit den roten Griffeln, aus denen später im Jahr die Haselnüsse werden. Zum Größenvergleich: Über den linken Kätzchen sitzt oben eine weibliche Blüte. Die Hasel ist einhäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten sitzen an einem Strauch. Ist da nicht die Gefahr von Selbstbestäubung gegeben? Zum Einen sitzen die weiblichen Blüten über den männlichen. Herabfallender Blütenstaub kommt also höchstens von anderen höher sitzenden Blüten zu den weiblichen Narben. Zum Anderen ist aber die Blütezeit verschieden. Es gibt also früh und spät blühende Haseln. Wenn hier die weiblichen Blüten geöffnet sind, stockt zunächst die Produktion von Pollen am selben Strauch. So sorgt die Natur dafür, dass ein möglichst hoher Anteil fremdbestäubter Haselnüsse heranreift.

Männliche und weibliche Blüten der Hasel. Fotos AGON/Ackermann

06.12.2021 Ergste: Es ist kalt aber sonnig!
Von D.Ackermann. Nach den letzten trüben und regnerischen Tagen gab es heute zugefrorene Autos und stellenweise Nebel. Vom Bürenbrucher Weg war eine ganze Nebelschlange entlang dem Ruhrtal zu sehen. Das Bewegen im Wald erforderte volle Aufmerksamkeit, denn Farne verdeckten die Sicht, Brombeerranken hielten die Füße fest und unter dem Laub auf dem Boden versteckten sich nasse und glatte abgefallene Aststücke. Und dabei waren die Baumkronen nach Horsten zu inspizieren. Aber schön waren die bereiften Blätter, Farne, und Fruchtstände der Kräuter im Licht der tief stehenden Sonne.

Einige Eindrücke vom Sembergwald heute Vormittag. Fotos AGON/Ackermann, 06.12.2021

02.12.2021 Ergste: Buchengallen
Von D.Ackermann: Jeder kennt sie, diese etwa 1 cm hohen Gallen auf der Oberseite von Buchenblättern. Wie winzig kleine Zitronen sehen sie aus, die mit der Spitze nach oben stehen. Dass sie von Gallmücken verursacht werden, die ihre Eier in das Blatt hineinstechen, ist ebenfalls bekannt. Aber was veranlasst den Baum eigentlich, dem ungebetenen Parasiten eine Galle als Unterkunft und Nahrung zu geben? Es ist zwar anzunehmen, dass durch das Einstechen der Eier und auch durch die Larve ständig irgendwelche Stoffe in das Blattgewebe gegeben werden, die das Wachstum der Galle hervorrufen. Will die Buche damit die Larven einkapseln? Aber wenn, warum lässt sie im Innern der Galle ständig Gewebe als Nahrung für die Larve nachwuchern? Warum lässt sie sie nicht einfach im "Gefängnis" verhungern? Fragen, die irgendwann die Wissenschaft vielleicht beantworten kann.

Mit einer Rasierklinge habe ich eine Galle längs aufgeschnitten - unfallfrei sogar für die Larve und für mich, denn das Gewebe war recht hart. Dabei war auch das wahrscheinliche Schlupfloch zu erkennen, denn nach der Verpuppung im Frühjahr will die fertige Mücke ja hinaus. Solange muss sie in ihrer Galle in der Blattstreu auf dem Waldboden ausharren. Dann ist das Blatt soweit zersetzt, dass sie unten den Ausgang findet.

Buchengallen im Juni (links eine Buchecker mit Hülle), im Dezember und mit Larve.
Fotos AGON/Ackermann, 21.06. und 02.12.2021

08.11.2021 Ergste: Letztes Blühen
D.Ackermann: Büsche und Bäume machen sich klar für den Winter. Von den Laubbäumen sind die Blätter teils abgefallen, teils leuchten sie noch in schönen Farben - soweit die Sonne scheint. Auf dem Gang zum Bürenbruch, durchs Wannebachtal und wieder hinauf zur Kreuzschlenke fand ich nur noch einige blühende Behaarte Franzosenkräuter (Galinsoga ciliata). Schön standen allerdings die Fruchtstände der Späten Goldruten (Solidago gigantea) im Licht. Doch sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Natur sich jetzt für den Winter fertig macht.

Behaartes Franzosenkraut, Späte Goldrute, schwimmende Blätter mit Regentropfen
Fotos AGON/Ackermann, 08.11.2021

23.09.2021 Bürenbruch: Es ist Herbst geworden
Von D.Ackermann: Es ist zwar nur ein schleichender Übergang, aber seit gestern Abend haben wir zumindest kalendarisch den Herbst. Trotzdem blühen noch einige Blumen in der Natur, der Frauenflachs, das oft geschmähte aber von Insekten besuchte Schmalblättrige Greiskraut, das orangerote Habichtskraut und die Wegwarte. Die Letztere übrigens am Rand des Bürenbrucher Weges, wo vermutlich niemand so etwas aussäen würde. Aber unübersehbar werden im Wald schon einzelne Blätter bunt und die Fruchtstände der Korbblütler leuchten im Gegenlicht. Laut Wetterbericht war es der letzte schöne Vormittag dieser Woche.

Wegwarte, Orangerotes Habichtkraut, Schmalblättriges Greiskraut - das Laub beginnt bunt zu werden - Fruchtstände Reitgras, Acker-Kratzdistel und Fuchs' Kreuzkraut.
Fotos AGON/Ackermann, 23.09.2021

20.08.2021 Bürenbruch: Eisenkraut
Von U.&D.Ackermann. Bei unserem Vormittagsspaziergang fanden wir am Rand einer Wegbiegung eine Pflanze, mit der wir zunächst nichts anfangen konnten, die uns aber irgendwie bekannt vorkam. Es war das Eisenkraut, das wir bei unseren Botanik-Exkursionen mit G. Kochs auf dem Standortübungplatz bei Hengsen vor Jahren gefunden hatten. Wer versucht hat, einen Stängel abzupflücken, spürt woher der Name anscheinend stammt.

Eisenkraut, links mit Wilder Möhre. Fotos AGON/Ackermann, 20.08.2021

09.08.2021 Geisecke: Pflanzen im Ruhrtal
Von U.&D.Ackermann: Beim Spaziergang entlang der Ruhr fielen uns einige Pflanzen auf, die nicht überall zu sehen sind. Das ist noch am ehesten beim Weichen Storchschnabel (Geranium molle) der Fall. Beim Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris agg.) deutet schon der Name auf die Wasserbindung hin. Er wächst massenhaft im Graben neben dem Wanderweg auf der der Ruhr abgewandten Seite. Seltener begegnet man der Nesselseide (Cuscuta europaea), hier auf Brennnessel, die wir bisher nur von zwei Stellen an der Ruhr kennen, hier bei Geisecke und bei Westhofen. Sie ist sicher verbreiteter, fällt nur nicht so auf wie hier.

Weicher Storchschnabel, Sumpf-Wasserstern und Nesselseide. Fotos AGON/Ackermann, 09.08.2021

10.07.2021 Bürenbruch: Tausendgüldenkraut
Von U.&D.Ackermann. Überrascht waren wir vom Fund eines kleinen Vorkommens des Tausendgüldenkrauts im Bürenbrucher Wald. Genau gesagt an einer durch Kahlschläge sehr lichten Stelle. Wie es dahin gekommen sein mag, ist für uns ein Rätsel. Vielleicht lagen die Samen schon seit Jahrzehnten im Boden, vielleicht brachte sie ein Holzabfuhrfahrzeug unbeabsichtigt mit oder ein Tier übernahm den Transport. Wir kannten bisher nur eine Stelle im Spiek, westlich von Weischeds Berg. Übrigens dürfte das Echte neben dem Zierlichen Tausendgüldenkraut das einzige Vorkommen eines Enziangewächses im Gebiet Schwerte (4511) sein.

Echtes Tausendgüldenkraut, Echtes Johanniskraut, Bittersüßer Nachtschatten - Waldziest, Großes und Kleinblütiges Springkraut. Fotos AGON/Ackermann, 10.07.2021

06.07.2021 Opherdicke: Botanischer Spaziergang rund um Haus Opherdicke
Führung: M. Kunsemülle
r. Ausgehend von der Liste der botanischen Begehung mit Gerhard Kochs vom 17.07.2012 haben wir diese Pflanzen wiedergefunden:
Ampfer, Stumpfbl. - Rumex obtusifolius, Bärenklau, Wiesen- - Heracleum sphondylium, Beifuß, Gemeiner - Artemisia vulgaris, Blutweiderich - Lythrum salicaria, Brennessel, Große - Urtica dioica, Fingerkraut, Gänse- - Potentilla anserina, Gänseblümchen - Bellis perennis, Gänsedistel, Raue – Sonchus asper, Giersch - Aegopodium podagraria, Gundermann - Glechoma hederacea, Hahnenfuß, Scharfer - Ranunculus acris, Hohlzahn, Stechender – Galeopsis tetrahit, Holunder, Schwarzer - Sambucus nigra, Huflattich – Tussilago farfara, Igelkolben - Sparganium emersum, Kälberkropf, Taumel- - Chaerophyllum temulum, Kamille, Strahlenlose - Matricaria discoidea, Klee, Rot-/Wiesen- -Trifolium pratense, Klee, Weiß-/Kriechender - Trifolium repens, Klettenkerbel, Gem. - Torilis japonica, Knoblauchrauke - Alliaria petiolata, Kratzdistel, Acker– – Cirsium arvense, Kratzdistel, Gem./Lanzett- Cirsium vulgare, Labkraut, Kleb-/Kletten- – Galium aparine, Lattich, Kompass- - Lactuca serriola, Linde, Sommer- - Tilia platyphyllos, Löwenzahn, Gem. - Taraxacum officinale, Nelkenwurz, Echte/Stadt- - Geum urbanum, Pippau, Grüner – Crepis capillaris, Rainkohl – Lapsana communis, Schafgarbe, Gemeine - Achillea millefolium, Schöllkraut - Chelidonium majus, Storchschnabel, Kleiner - Geranium pusillum, Streifenfarn, Braunstiel. - Asplenium trichomanes, Sumpfwurz, Breitbl. - Epipactis helleborine, Taubnessel, Gefleckte - Lamium maculatum, Tüpfelfarn, Gew. - Polypodium vulgare, Walnuss, Echte - Juglans regia*, Wasserdarm - Myosoton aquaticum, Wasserdost - Eupatorium cannabinum, Wegerich, Breit- - Plantago major, Wicke, Zaun- - Vicia sepium, Ziest, Wald- - Stachys sylvatica, Zymbelkraut, Mauer- - Cymbalaria muralis

Darüber hinaus haben wir diese Pflanzen festgestellt:

Ruprechtskraut, Brombeere spec., Schneebeere, Efeu, Haselnuss, Hornklee, Rohrkolben, Flatterbinse, Ufer-Wolfstrapp, Gelbe Schwertlilie, Wasserminze, Rosskastanie, Eßkastanie (Marone), Kleine Braunelle, Esche, Berufkraut (Katzenschweif). Anschließend kam noch Christian Kunsemüller mit dem "Vielfarbigen Flatterrad (Aloahe christianensis)" ;-)

Tüpfelfarn, Igelkolben und Braunstieliger Streifenfarn. Fotos AGON/Kunsemüller

08.06.2021 Hennen, Drüpplingsen: Botanische Wanderung
Von M.&C. Kunsemüller. Hier die Liste der Pflanzen (teilweise noch nicht in Blüte) in der Reihenfolge der Beobachtung:
Wasserminze, Gänseblümchen, Kriechender Hahnenfuß, Pestwurz, Wiesenkerbel, Gelbe Schwertlilie, Rainkohl, Klebriges Labkraut, Rote Lichtnelke, Margerite, Große Brennessel, Mädesüß, Weiße Taubnessel, Schöllkraut, Schwarzer Holunder, Stadt-Nelkenwurz, Lanzettliche Kratzdistel, Beinwell, Breitblättrige Sumpfwurz, Wurmfarn, Japanischer Staudenknöterich, Wegrauke, Rohrkolben, Weinberglauch, Hopfenklee, Gundermann, Wiesen-Platterbse, Wiesen-Labkraut, Spitzwegerich, Löwenzahn, Kleiner Klee (?), Weißer und Roter Klee, Sauerampfer, Klatschmohn, Sternmiere, Hirtentäschelkraut, Gift-Hahnenfuß (?), Orangerotes Habichtskraut, Ackerwinde, Winkelsegge, Rohr-Glanzgras, Weicher oder Kleiner Storchschnabel, Natternkof, Aufgeblasenes Leimkraut, Hornklee, Rainfarn, Hornkraut, Kornblume, Echte Kamille, Mauerlattich, Herkulesstaude, Wiesen-Bärenklau, Schlangen-Knöterich (Polygonum bistorta - im Pareys heißt er Schlangenwurz).

Schlangen-Knöterich, Rote Lichtnelke, Natternkopf - Kornblume, Klatschmohn, Sumpf-Schwertlilie
Fotos AGON/Ackermann, 08.06.2021

03.06.2021 Ergste: An der Elsetalwiese
D.Ackermann: Zwischen der Horstkontrolle und dem Gießen der kleinen Eberesche fielen mir einige Pflanzen auf. Zunächst gab es im Waldstreifen unterhalb der Wiese stellenweise reichlich Hainsimsen. Die Hainsimse Luzulo luzoloides ist die Charakterart der Hainsimsen-Buchenwälder, die bei uns als potenzielle natürliche Vegetation in der Mehrzahl wären, wenn Fichten nicht mehr Geld gebracht hätten. Was daraus geworden ist, sieht man jetzt fast überall. Auf der Obstwiese gab es schöne Bestände der Margerite und auch Vorkommen des Gemeinen Hornkrauts.

Weiße Hainsimse, Margerite und Gemeines Hornkraut. Fotos AGON/Ackermann, 03.06.2021

01.06.2021 Menden: Flora im NSG Riemke
Von M.&Chr.Kunsemüller. Am vergangenen Dienstag, 1.Juni, haben wir eine Exkursion ins Naturschutzgebiet Riemke bei Hemer unternommen. Das ist ein ehemaliger Klärschlammteich nahe des Kalksteinwerks im Hönnetal. Das Gebiet ist für seinen Orchideenreichtum bekannt. Wir wurden für die weite Radtour bei sonnigem Wetter reich belohnt. Dort blühen mehrere Tausend Listera ovata (Großes Zweiblatt) und unzählige Kreuzblümchen. Außerdem fanden wir ein einziges Exemplar des Breitblättrigen Knabenkrauts und zwei Waldhyazinthen. Wenn man sich dann vom Orchideenschock erholt hat, fällt der Blick auf Klappertopf, Golddistel, Wiesen-Labkraut, Wald-Habichtskraut, blühender Schachtelhalm, Sanikel und viele Arten mehr. Wir sind sicher nicht das letzte Mal dort gewesen.

v.l.n.r.: Breitblättriges Knabenkraut, Waldhyazinthe, Großes Zweiblatt, Kreuzblume.
Fotos AGON/Kunsemüller, 01.06.2021
Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis) Fotos M.Kunsemüller, 28.05.2021

28.05.2021 Bürenbruch: Vogelnestwurz
Von M.&Chr.Kunsemüller. Am Freitag haben wir die Vogelnestwurz im Bürenbrucher Wald besucht. Die Pflanzen sind extrem unscheinbar. Als Ergänzung hier noch eine Nahaufnahme der Blüten und eine Zusammenstellung von jung und alt.

24.05.2021 Bürenbruch: Blick in die Flora
Von U.&D.Ackermann. Einige Pflanzen fielen uns auf, die in diesem Frühjahr noch nicht geblüht hatten. Bisher hatten wir immer nur den Persischen Ehrenpreis - nun blüht auch der Gamander-Ehrenpreis mit seinen schönen Blütenständen. Der Kriechende Günsel löst anscheinend jetzt den Gundermann ab. Gefreut haben wir uns aber über eine Stelle mit Vogelnestwurz. Diese Orchidee kommt ganz ohne Blattgrün aus, sieht aus der Entfernung wie verwelkt aus und wird zum Glück von Spaziergängern nicht beachtet.

Vogelnestwurz: vorjährige Blütenstängel, neuer Blütenstand und ganze Pflanzen - Kriechender Günsel, Wollschweber auf Ruprechtskraut und Gamander-Ehrenpreis. Fotos AGON/Ackermann, 24.05.2021

10.04.2021 Bürenbrucher Wald: Was grünt und blüht denn da?
Von U.&D.Ackermann. Kurz nach dem Wintereinbruch im April sind die Temperaturen immer noch einstellig. Die Gefleckte Taubnessel blüht bereits an mehreren Stellen. Sogar der Hain-Sauerklee blüht bereits an sonnigen Böschungen. Eine Baumhummel saugt Nektar aus den Gundermann-Blüten und der Persische Ehrenpreis liegt mit seinen dünnen Blütenstielen dicht über dem Boden. Vom Salbei-Gamander sieht man zwar Blätter aber noch keine Blüten, und die Buchecker hat Pech gehabt. Wenn sie so auf dem Widertonmoos liegt, kann sie nicht keimen. Zu abergläubigen Zeiten sollen junge Mütter Widertonmoos in den Kinderwagen gelegt haben - gegen den "bösen Blick" der Hexen.

Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum), Hain-Sauerklee (Oxalis acetosella), Baumhummel an Gundermann (Glechoma hederacaea), Persischer Ehrenpreis (Veronica persica), Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia), Gemeines Widertonmoos (Polytrichum commune). Fotos AGON/Ackermann, 10.04.2021

09.04.2021 Schwerte: Wildnisgebiet im Schwerter Wald
S.Poggenpohl, M.Kunsemüller, Paul Bleyer: Da unsere botanische Exkursion am kommenden Dienstag leider Corona-bedingt ausfallen muss, haben wir für Euch geschaut, was zur Zeit im neu deklarierten Wildnisgebiet wächst und teilweise schon blüht. Wir erreichten den Wald vom Naturfreundehaus in der Waldstraße über den Kornweg, gingen hoch bis zum Tunnelausgang und dann in westlicher Richtung quer durch den Wald bis zum Quellteich des Gehrenbachs und am Bach entlang zurück zum Kornweg. Mittlerweile hat die Biologische Station Info-Tafeln aufgestellt. Die Winterstürme haben einige der alten Buchen umgelegt, die jetzt liegen bleiben, wie sich das für eine echte Wildnis gehört. Auf dem Weg am Bach entlang erwartete uns ein Feuersalamander. Da wir schon seit Jahren keinen mehr gesehen haben, waren wir (und der Salamander wohl auch) ziemlich erstaunt. Hier sind unsere Pflanzenfunde in der Reihenfolge der Beobachtung:
Waldstraße/Kornweg:
Waldveilchen, Gänseblümchen, Löwenzahn, Jakobs-Greiskraut, Bitteres Schaumkraut, Vogelmiere, Scharbockskraut, Persischer Ehrenpreis, Rote Taubnessel, Große Brennessel, Knoblauchsrauke, Vogelwicke, Krauser Ampfer
Im Wald:
Schwarzer Holunder, Efeu, Brombeere spec., Stechpalme, Bergahorn, Lanzettliche Kratzdistel, Stadt-Nelkenwurz, Vielblütige Weißwurz, Rosskastanie, Rotbuche, Stieleiche, Traubeneiche, Waldsimse, Ruprechtskraut, Rippenfarn, Weiße Hainsimse, Wurmfarn, Roteiche, Drüsiges Springkraut, Kleine Braunelle, Besenginster, Waldsauerklee, Rhododendron, Schwarzerle, Beinwell
Sternmiere, Breitwegerich.

Infotafel Wildnisgebiet, Feuersalamander, Wald-Veilchen, Persischer Ehrenpreis -
Rote Taubnessel und Vogelmiere, Löwenzahn, Lanzett-Kratzdistel, Vielblütige Weißwurz -
Wald-Simse, Sämlinge Drüsiges Springkraut, Wald-Sauerklee, Quellteich Gehrenbach. Fotos AGON/Poggenpohl, 09.04.2021

Botanische Wanderungen 2011 bis 2020

Botanische Wanderungen 2003 bis 2010